Tel.: +49 (0) 2056 9320 0 - Fax.: +49 (0) 2056 9320-10 - eMail: buero@schnick.de

Sonntag, 25 September 2016 00:00

Automatisierungstechnik zur Beflammung

Automatisierungstechnik rund um die Beflammung

Die Flammvorbehandlung von Kunststoffoberflächen bedarf großen Know-hows und viel Erfahrung. Dann hierbei spielen nicht nur die CE-konfome Ausführung und zuverlässige Funktion der Anlage eine Rolle. Auch muss das Verfahren der Beflammung besonders berücksichtigt werden.

Zu diesen Themen haben wir in unserer Geschichte viel Erfahrung gesammelt und bieten Komplettsysteme aus einer Hand an. Von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme begleiten wir den gesamten Prozess, um einen einwandfreien Betrieb und Langlebigkeit zu gewährleisten.

Profitieren Sie von unserer Erfahrung mit Automatisierungstechnik und Beflammung u.a. in der Automotive-Industrie oder der Medizintechnik.

Sie sind interessiert?
Bitte kontaktieren Sie uns für Ihr unverbindliches Angebot über das Kontaktformular oder per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Freigegeben in Beflammung
Samstag, 09 August 2014 00:00

Was ist die Oberflächenspannung?

Die Oberflächenspannung ist das Maß der Bestrebung einer Flüssigkeit sich gegen intermolekulare Kräfte zusammen zu ziehen. Diese bewirkt, dass ein Tropfen (ohne Einfluss der Schwerkraft) eine Kugel formt.

Liegt dieser Tropfen auf der Oberfläche eines Festkörpers, ergibt sich nun ein Kontaktwinkel zu dieser Oberfläche. Je kleiner oder spitzer dieser Winkel ist, desto geringer ist die Oberflächenspannung des Festkörpers im Vergleich zur Flüssigkeit. Dies resultiert daraus, dass die "Spannung" in der Flüssigkeit größer ist, als die Kraft, die die Oberfläche des Festkörpers auf die Flüssigkeit ausüben kann. 
Je geringer nun die Oberflächenspannung des Festkörpers ist, desto eher hat die Flüssigkeit das Bestreben sich zusammenziehen. Also wird die Oberfläche des Festkörpers nicht benetzt.

Im Labor wird dieser Test mit einem Kontaktwinkelmessgerät durchgeführt. In der betrieblichen Praxis haben sich hierfür Teststifte (frühe: Dynstifte) bewährt. Diese sind mit einer auf einem Oberflächenspannungswert kalibrierten Tinte gefüllt. Ist der Oberflächenspannungswert, der auf dem Stift steht, erreicht oder überschritten, legt sich die Tinte aus. Ist der Wert nicht erreicht, zieht sich die Tinte zusammen.

Im Beispiel:

Durch eine Vorbehandlung der Oberfläche des Festkörpers wird nun die Oberflächenspannung (Oberflächenenergie) erhöht. Dies bewirkt, dass eine Oberflächen, auch wenn Sie eine hohe Oberflächenspannung aufweist, die Oberfläche benetzt.

Freigegeben in Vorbehandlung
Samstag, 09 August 2014 00:00

Was ist Vorbehandlung?

Die Oberflächenvorbehandlung ist eine bei vielen Prozessen unumgängliche Maßnahme um Materialien verarbeiten zu können. Das Ziel hierbei ist immer die Benetzbarkeit der Oberfläche zu verbessern und Verankerungspunkte für die Beschichtung zu schaffen. 

Das bedeutet konkret:

  • Lackhaftung auf Kunststoffoberflächen
  • Klebstoffbeschichtung von Folien
  • Bedruckung von Folien
  • Verkleben von Kunststoffspritzgussteilen
  • Kaschieren mit Folien

Der Weg hierhin kann variieren, das Ziel bleibt immer das Gleiche; minimales Aufbrechen der Oberfläche und Anlagerung von Hydroxy-Gruppen (Sauerstoff-Wasserstoff-Gruppen). Hierdurch entstehen polare Gruppen an denen die Beschichtung anbinden kann. Das Maß für diese Eigenschaft ist die Oberflächenspannung oder Oberflächenenergie die sich auf die Interaktion der Oberflächen von Flüssigkeiten und Festkörpern bezieht.

Der Weg zu diesem Ziel kann nun unterschiedlich sein. Hier die gängigsten Methoden:

Allen Verfahren ist gemein, dass doch das einbringen von Energie die oberflächlichen Schichten partiell aufgebrochen und durch den Sauerstoff als Prozessgas die Hydroxy-Gruppen an den freien Bindungen erzeugt werden.

Bei uns finden Sie zu all diesen Verfahren Lösungen die zu Ihrem Prozess passen. Denn jeder Prozess bedarf einer individueller Analyse und eines angepassten Vorbehandlungssystems.

Bitte fordern Sie uns hierzu.

Auf den folgenden Seite finden Sie Lösungen rund um die Oberflächenvorbehandlung mittels Koronavorbehandlung, Plasmavorbehandlung und Beflammung.

 

Hier eine kleine Entscheidungsmatrix:

Verfahren Korona Plasma Beflammung Flammsilikatisierung
Prinzip Lichtbogen wird über Dielektrikum aufrechterhalten

Reaktivgas wird angeregt und als "Plasmajet herausgeleitet.
Einsatz von Arbeitsgasen, z.B. zur Vermeidung der Oxidation
Einführung von Precursoren möglich

Flammplasma wirkt oxidierend Beschichtung der Oberfläche mit reaktiver Silikatschicht.
Wirkung Oberflächenenergie wird erhöht Oberflächenenergie wird erhöht, bei Precursoreinsatz wird Materialantrag erzeugt Oberflächenenergie wird erhöht Oberflächenenergie wird erhöht und eine reaktive, Silikatische Haftvermittlerschicht wird eingebettet 
Equipment

HF-Hochspannungsquelle und angepasste Elektrodenkonfiguration

HF-Hochspannungsquelle und Düsen/Elektrodenanordnung Brennersteuerung und Brenner Gassteuerung mit Dosiereinheit und Brenner
Vorteil
  • Lineare Elektroden
  • große Wirkbreite
  • relativ preiswert
  • geringer thermischer Eintrag
  • Bei Luft als Prozessgas kein zusätzliches Verbrauchsmaterial
  • geringer Thermischer Eintrag in das Material
  • Robot-Einsatz möglich
  • mögliche Abschiebung optischer Schichten
  • Große Behandlungsbreiten
  • hoher Aktivierungsgrad
  • hohe Wirktiefe
  • Robot-Einsatz möglich
  • niedriger Wartungsaufwand
  • Große Behandlungsbreiten
  • hoher Aktivierungsgrad
  • hohe Wirktiefe
  • Robot-Einsatz möglich
  • niedriger Wartungsaufwand
  • mobiler Einsatz durch Handgeräte möglich
  • Silikatischicht wirkt als Haftvermittler
 
Nachteil
  • Begrenzter Aktivierungsgrade
  • begrenzte Aktivierungsdauer
  • niedrige Wirktiefe
  • nicht mobil
  • nur dünne Materialien bis ca. 5mm
  • Kosten für Energie
  • Punktuell, kleine Behandlungsbreite
  • nicht sehr mobil 
  • Investitionskosten
  • Kosten für Verbrauchsmaterial
  • thermischer Eintrag in das Material
  • hoher Invest bei Warenbahnen
  • Kosten für Verbrauchsmaterial
  • Bedarf immer einer entsprechenden Beflammungsstation
Anwendung Warenbahnen, Kunststofffolien und dünne Platten  3D-Teile, Kunststoffe, Elastomere und Metalle Warenbahnen und 3D-Teile, Kunststoff, Metalle, Glas   3D-Teile, Kunststoff, Elastomere, Metalle, Glas 
Freigegeben in Vorbehandlung

Schnick Systemtechnik GmbH & Co. KG © 2017