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Artikel nach Datum gefiltert: September 2016 - Schnick Systemtechnik GmbH & Co. KG
Sonntag, 25 September 2016 00:00

Automatisierungstechnik zur Beflammung

Automatisierungstechnik rund um die Beflammung

Die Flammvorbehandlung von Kunststoffoberflächen bedarf großen Know-hows und viel Erfahrung. Dann hierbei spielen nicht nur die CE-konfome Ausführung und zuverlässige Funktion der Anlage eine Rolle. Auch muss das Verfahren der Beflammung besonders berücksichtigt werden.

Zu diesen Themen haben wir in unserer Geschichte viel Erfahrung gesammelt und bieten Komplettsysteme aus einer Hand an. Von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme begleiten wir den gesamten Prozess, um einen einwandfreien Betrieb und Langlebigkeit zu gewährleisten.

Profitieren Sie von unserer Erfahrung mit Automatisierungstechnik und Beflammung u.a. in der Automotive-Industrie oder der Medizintechnik.

Sie sind interessiert?
Bitte kontaktieren Sie uns für Ihr unverbindliches Angebot über das Kontaktformular oder per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Freigegeben in Beflammung
Sonntag, 25 September 2016 00:00

Koronageneratoren CSR 4 - 20kW

Koronagenerator Serie CSR, 4-20KW Ausgangsleistung

Die Generatorserie CSR gehört zu den ausgereiftesten Koronageneratoren auf dem Markt. Im Schaltschrank sind alle funktionsrelevanten Komponenten integriert. Eingespeist werden 380-420V (3-phasig). Der Netzfilter verhindert Ausfälle durch Einstreuungen in die Elektronik.

Das Grunddesign des Generators ist seit vielen Jahren bewährt und wird konsequent weiterentwickelt. Im Schaltschrank finden sich alle Komponenten, die für den Betrieb benötigt werden. Zur Koronastation führt nur noch das Kabel für die Vorbehandlung und die Signalleitung. Das Resultat ist ein höchst stabiles System, dass sich im Zweifel auch noch reparieren lässt.

Das offene Design ermöglicht ein breites Spektrum an Anpassungen, so dass die Generator auch sehr gut an Ihre bestehende Station angepasst werden. Durch das Matching wird der Generator auf verschiedene Schwingkreise eingestellt. Spannung, Leistung und Frequenz werden hierbei auf die Stationsgeometrien abgestimmt.

Am neuen Touchscreen HMI lesen Sie alle wichtigen Betriebsparameter ab:

  • reale Ausgangsleistung
  • reactive Power
  • Frequenz
  • Alarm, Fehler und Status Meldungen
  • Status der Sicherheitskette
  • nach Wahl manuelle oder automatische Frequenzanpassung
  • Bahngeschwindigkeit
  • Rezeptdatenbank
  • Trendanzeige für die Ausgangsleistung
  • Fehleranzeige und Lösungsvorschläge

Alle funktionsrelevanten Parameter können überwacht und eingestellt werden. Die Kommunikation erfolgt, auf Wunsch über moderne Schnittstellen. 

Die Koronageneratoren der Serie CSR können sie auch an alles Koronavorbehandlungen verwenden, zum Beispiel an diesen:

Freigegeben in Koronavorbehandlung
Mittwoch, 14 September 2016 00:00

Elektrostatik - Basics und Hintergründe

Wie kommt es zu elektrostatischer Aufladung und wie wirkt Elektrostatik?

 

(Vorab: besonders Eilige finden eine Kurzfassung am Ende des Textes
Oder schreiben uns eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für einen kurzfristigen Termin)

 

Um die oben gestellte  Frage zu beantworten muss man sich erst einmal den Hintergründen der Elektrostatik und deren Wirkung zu wenden.

Prinzipiell entsteht elektrostatische Aufladung durch Kontakt und Trennung zweier Körper. In den direkten Kontaktflächen kommt es durch Interaktion der Valenzelektronen, somit zu einem Ladungsübertritt vom einen auf den anderen Kontaktpartner. Dies geschieht in Abhängigkeit von der Valenzelektronen-Konfiguration der beteiligenden Stoffe. Dies hat zur Folge, dass sich durch den Elektronenübertritt der eine Stoff negativ auflädt (Elektronenaufnahme) und der andere positiv auflädt (Elektronenabgabe).

Ist nun mindestens einer dieser beiden Stoff ein Isolator, also ein Nichtleiter, hält dieser die Ladung und nimmt unter o.g. Bedingungen noch weitere Ladung auf. Der Kontaktpartner kann, wenn er ein Leiter ist, die ausgetauschten Elektronen über die Erdverbindung wieder ausgleichen.

Je intensiver der Kontakt und je schneller der Trennvorgang, desto höher ist die Menge der übertragenen Elektronen, also desto höher die Aufladung.

Was wir gerade beschrieben haben, tritt zum Beispiel bei einer Folie die durch eine Extrusionslinie oder eine Druckmaschine läuft, oder aber auch einem Formteil beim Ausformen nach dem Spritzguss auf. 

Wir fassen zusammen:

Elektrostatische Aufladung entsteht durch Kontakt- und Trennungsvorgänge. Die Ladung ist auf dem Isolator nicht beweglich, und kann nicht einfach durch Erdung abgeleitet werden. Bei schnellen Prozessen mit intensivem Oberflächenkontakt wird mehr elektrostatische Aufladung generiert.

Die hierbei entstehende Spannung ist nun abhängig von der angesammelten Ladung/Energie (Menge der Elektronen) und dem Abstand zum Erdpotenzial. Durch eine hohe Aufladung entsteht also eine hohe Spannung. 

Diese hohe Spannung, also das elektrostatische Feld dass durch sie entsteht, kann man sogar spüren. Es stellen sich die Haare an den Armen auf, mit steigender elektrostatischer Feldstärke mehr.

Praxistipp: Ab etwa 5kV auf der Oberfläche einer Folie spüren sie die Elektrostatik mit den Haaren auf Ihrem Handrücken.
Wenn Sie es genauer wissen möchten, dann messen Sie mit dem Messgerät EM03 spielend leicht elektrostatische Aufladung.

Dieses „Ziehen“ an den Haaren oder anderen leichten Objekten, auch Staub, Insekten oder Fuseln, resultiert aus dem Bestreben der Aufladung sich zu neutralisieren. Es wird alles angezogen, was neutraler ist. Deswegen legt eine aufgeladene Folie auch an der Maschinenwand an und „klebt“ dort. Dabei ist diese Anziehung höher je größere das Potenzialgefälle ist.

Wirkt dieses elektrostatische Feld gegen einen Leiter ergibt sich auf der Oberfläche eine Feldstärke, die neben dem einwirkenden Feld, auch abhängig von der Oberflächengeometrie ist. Je spitzer die Spitze ist desto höher ist, bei gegebenem Feld, die Feldstärke an der Spitze. 

Diesen Effekt kennen wir vom Blitzableiter. Er stellt der aufgeladenen Wolke eine Spitze zur Verfügung, die dann den Blitz „anzieht“.

Bei ausreichender Feldstärke kommt es an der Spitze zu Ionisation, also zur Emission der dem einwirkenden Feld entgegengesetzter Ionen (aufgeladene Luftmoleküle).  Wir stellen uns vor, dass wir dem Luftmolekül ein Elektron „klauen“ oder ihm eines mehr mit auf den Weg geben. Diese freibeweglichen Ionen werden nun entlang des wirkenden Feldes zur geladenen Oberfläche gezogen. Auf der Oberfläche angekommen erfolgt über dieses Ion der Ladungsaustausch, das Elektron wird wieder zurückgetauscht und die Oberfläche verliert somit an Potenzialdifferenz zur Erde, sie wird entladen.

Die Geometrie der Spitze zusammen mit der notwendigen Feldstärke für die Ionisation bestimmen jedoch auch die Energie die hierbei frei wird. Eine nadelfeine Spitze bewirkt hierbei eine sanfte Ionisation mittels Coronaentladung, eine Kugel mit größerem Durchmesser kann bei sehr hoher Aufladung auch eine mitunter sehr energiereiche Büschelentladung bewirken. Eine solche kann z.B. auch durch die Hand eines Bedieners an einer Maschine erfolgen und sehr gefährlich sein oder in einem Folienwickel stattfinden und dort großen Schaden am Material zur Folge haben.

Im Ex-Bereich haben energiereiche elektrostatische Entladungen gar fatale Folgen. Für diese besonderen Anwendung bietet Eltex Ionisatoren mit Atex-Zertifikat an.

Den Effekt der Ionisation nutzt man aber auch in Form von aktiven Ionisatoren. Bei aktiven Ionisatoren werden Spitzen durch eine angelegte Hochspannung kontinuierlich zur Ionisation angeregt. Sie stellen somit eine Ionenwolke zur Verfügung, aus der sich die aufgeladenen Objekte, über Feldwirkung, die benötigte Gegenladung zur Neutralisation ziehen kann.

(sehen Sie hierzu auch „Wie funktioniert Elektrostatische Entladung (Ionisation)?“)


Kurzzusammenfassung zur Elektrostatik für Eilige:

- Kontakt und Trennung erzeugen Aufladung

- Bedingung: einer der beiden Kontaktpartner ist ein Isolator (z.B. Kunststoff)

- Kontaktintensität und Trenngeschwindigkeit bestimmen die Höhe der elektrostatischen Aufladung

- Von der Aufladung geht ein elektrostatisches Feld aus, dass sich messen und fühlen lässt (ab ca. 5kV)

- elektrostatische Aufladung bewirkt Anziehung

- Elektrostatik lässt sich nur durch Ionisation ableiten

 

Negative Effekte:

- Personalbelästigung durch Überschläge

- Materialbeschönigung durch Überschläge

- Anziehung von Staub, Fuseln und Insekten

Positive Effekte:

- Bewusst herbeiführbare Haftung

- Effekt spurlos umkehrbar

- berührungslose Abschiebung von Isolatoren

Unwirksame Maßnahmen:

- Erdung der Maschine oder des aufgeladenen Materials


Wirksame Gegenmaßnahmen:

Systeme zur Ionisation, oder elektrostatischen Entladung finden sie hier: Produktkatalog Entladung

 

Gern helfen wir Ihnen auch persönlich mit Ihrer Aufgabe, bitte kontaktieren Sie uns hierzu über unser Kontaktformular oder senden uns eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 

 

 

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