Sauberkeit als Voraussetzung für Druckqualität

Im industriellen Druckprozess entscheidet die Oberflächenqualität des Materials maßgeblich über das Druckergebnis. Staub, Fasern oder feine Partikel auf Folien, Papieren oder Plattenmaterialien können bereits vor dem eigentlichen Druck zu sichtbaren Fehlern führen. Besonders bei hohen Druckgeschwindigkeiten oder anspruchsvollen Druckbildern wirken sich selbst kleinste Verunreinigungen unmittelbar auf Qualität, Prozessstabilität und Ausschussquote aus.

Die berührende Oberflächenentstaubung vor dem Druck dient dazu, die Materialoberfläche gezielt von haftenden Partikeln zu befreien und so eine definierte, saubere Ausgangsbasis für den Druckprozess zu schaffen.

Zur Übersicht "berührende Oberflächenentstaubung"

Ursache

Entstehung von Partikeln im Druckumfeld

Partikel auf der Oberfläche entstehen nicht nur im vorgelagerten Herstellprozess des Materials, sondern häufig auch innerhalb der Drucklinie selbst. Typische Ursachen sind:

  • Abrieb beim Transport und bei Umlenkungen

  • Partikelanlagerungen durch elektrostatische Effekte

  • Staubeintrag aus der Umgebungsluft

  • Materialbedingte Faser- oder Staubfreisetzung

  • Handling und Zwischenlagerung

Diese Partikel haften oft mechanisch oder elektrostatisch an der Oberfläche und lassen sich mit rein berührungslosen Verfahren nur unvollständig entfernen.

Partikel haften dabei häufig mechanisch oder elektrostatisch an der Oberfläche. Insbesondere elektrostatische Aufladung begünstigt die Anlagerung von Staub und Fasern während Transport und Verarbeitung.


Zusammenhang

Auswirkungen von Oberflächenverunreinigungen auf den Druckprozess

Partikel auf der Materialoberfläche beeinflussen den Druckprozess in mehrfacher Hinsicht:

  • Fehlstellen im Druckbild

  • Schlieren oder ungleichmäßige Farbübertragung

  • Störungen im Farbauftrag

  • Reduzierte Haftung von Farbe oder Lack

  • Erhöhter Ausschuss und Nacharbeit

Insbesondere bei hochwertigen Druckanwendungen oder bei nachfolgenden Prozessschritten wie Beschichtung oder Laminierung wirken sich diese Effekte negativ auf Produktqualität und Wirtschaftlichkeit aus.


Lösung

Lösungsansätze: Berührende Oberflächenentstaubung vor dem Druck

Im Druckprozess haften Partikel häufig mechanisch oder elektrostatisch an der Oberfläche. In solchen Fällen stoßen rein berührungslose Verfahren an Grenzen, da Verunreinigungen nicht zuverlässig entfernt werden.

Die berührende Oberflächenentstaubung setzt direkt an der Oberfläche an und entfernt Partikel durch definierten, kontrollierten Kontakt. Im Gegensatz zu Verfahren, die Partikel lediglich verdrängen oder aufwirbeln, werden Verunreinigungen mechanisch aufgenommen und aus dem Prozess entfernt.

Durch die Platzierung unmittelbar vor dem Druckwerk wird sichergestellt, dass das Material in einem sauberen, definierten Zustand in den Druckprozess einläuft. Dies erhöht die Prozessstabilität und reduziert das Risiko druckbedingter Qualitätsabweichungen.

Positionierung im Druckprozess

Die berührende Oberflächenentstaubung wird typischerweise unmittelbar vor dem Druckwerk eingesetzt, um sicherzustellen, dass zwischen Reinigung und Druck keine erneute Kontamination stattfindet.


technische Sauberkeit

Beitrag zur technischen Sauberkeit im Druckprozess

Technische Sauberkeit beschreibt den Zustand definierter Partikelfreiheit als Voraussetzung für stabile industrielle Prozesse. Im Druckprozess ist sie ein entscheidender Faktor für reproduzierbare Ergebnisse und gleichbleibende Produktqualität.

Die berührende Oberflächenentstaubung trägt zur Umsetzung technischer Sauberkeit bei, indem sie:

  • haftende Partikel zuverlässig entfernt

  • eine definierte Ausgangssituation vor dem Druck schafft

  • Schwankungen im Druckergebnis reduziert

  • stabile Prozessbedingungen unterstützt

Damit bildet sie einen wichtigen Baustein für qualitätsgesicherte Druckprozesse.


Abgrenzung zu berührungslosen Reinigungsverfahren

Berührungslose Reinigungsverfahren wie Druckluft- oder CO₂-basierte Systeme eignen sich insbesondere für empfindliche Oberflächen oder spezielle Verschmutzungen. In vielen Druckanwendungen stoßen sie jedoch an Grenzen, wenn Partikel stark anhaften oder reproduzierbare Reinigungsergebnisse gefordert sind.

Die berührende Oberflächenentstaubung ergänzt berührungslose Verfahren sinnvoll und bietet Vorteile insbesondere dort, wo:

  • definierte Sauberkeitsanforderungen bestehen

  • hohe Druckqualität gefordert ist

  • kontinuierliche Prozesse stabil gehalten werden müssen

Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt stets von Material, Verschmutzungsart und Prozessziel ab.

Berührungslose Reinigungsverfahren, wie die berührungslose Oberflächenentstaubung, eignen sich insbesondere für empfindliche oder strukturierte Oberflächen.


Einsatz in kontinuierlichen Druckprozessen

In kontinuierlichen Druckprozessen mit hohen Geschwindigkeiten und langen Laufzeiten ist eine konstante Oberflächenqualität entscheidend. Schwankungen in der Reinigung führen unmittelbar zu Qualitätseinbußen oder Prozessunterbrechungen.

Die berührende Oberflächenentstaubung ermöglicht eine gleichbleibende Reinigungsleistung über den gesamten Produktionszeitraum und unterstützt damit stabile Druckprozesse mit hohen Qualitätsanforderungen.

Die Wirksamkeit berührender Reinigung hängt stark von Bauteilgeometrie, Oberflächenbeschaffenheit und Prozessführung ab. Schnick Systemtechnik bewertet diese Einflussfaktoren anwendungsbezogen und integriert Reinigungslösungen gezielt in bestehende Prozesse.


Einordnung und Weiterführung

Die berührende Oberflächenentstaubung vor dem Druck ist ein bewährtes Verfahren, um Partikel gezielt zu entfernen und die Voraussetzungen für hochwertige Druckergebnisse zu schaffen. Sie lässt sich flexibel in bestehende Drucklinien integrieren und bildet die Grundlage für eine zuverlässige Umsetzung technischer Sauberkeit im Druckprozess.


Schnick Systemtechnik

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