Sauberkeit als Voraussetzung für Druckqualität
Im industriellen Druckprozess entscheidet die Oberflächenqualität des Materials maßgeblich über das Druckergebnis. Staub, Fasern oder feine Partikel auf Folien, Papieren oder Plattenmaterialien können bereits vor dem eigentlichen Druck zu sichtbaren Fehlern führen. Besonders bei hohen Druckgeschwindigkeiten oder anspruchsvollen Druckbildern wirken sich selbst kleinste Verunreinigungen unmittelbar auf Qualität, Prozessstabilität und Ausschussquote aus.
Die berührende Oberflächenentstaubung vor dem Druck dient dazu, die Materialoberfläche gezielt von haftenden Partikeln zu befreien und so eine definierte, saubere Ausgangsbasis für den Druckprozess zu schaffen.
Entstehung von Partikeln im Druckumfeld
Partikel auf der Oberfläche entstehen nicht nur im vorgelagerten Herstellprozess des Materials, sondern häufig auch innerhalb der Drucklinie selbst. Typische Ursachen sind:
Abrieb beim Transport und bei Umlenkungen
Partikelanlagerungen durch elektrostatische Effekte
Staubeintrag aus der Umgebungsluft
Materialbedingte Faser- oder Staubfreisetzung
Handling und Zwischenlagerung
Diese Partikel haften oft mechanisch oder elektrostatisch an der Oberfläche und lassen sich mit rein berührungslosen Verfahren nur unvollständig entfernen.
Partikel haften dabei häufig mechanisch oder elektrostatisch an der Oberfläche. Insbesondere elektrostatische Aufladung begünstigt die Anlagerung von Staub und Fasern während Transport und Verarbeitung.
Auswirkungen von Oberflächenverunreinigungen auf den Druckprozess
Partikel auf der Materialoberfläche beeinflussen den Druckprozess in mehrfacher Hinsicht:
Fehlstellen im Druckbild
Schlieren oder ungleichmäßige Farbübertragung
Störungen im Farbauftrag
Reduzierte Haftung von Farbe oder Lack
Erhöhter Ausschuss und Nacharbeit
Insbesondere bei hochwertigen Druckanwendungen oder bei nachfolgenden Prozessschritten wie Beschichtung oder Laminierung wirken sich diese Effekte negativ auf Produktqualität und Wirtschaftlichkeit aus.
Lösungsansätze: Berührende Oberflächenentstaubung vor dem Druck
Im Druckprozess haften Partikel häufig mechanisch oder elektrostatisch an der Oberfläche. In solchen Fällen stoßen rein berührungslose Verfahren an Grenzen, da Verunreinigungen nicht zuverlässig entfernt werden.
Die berührende Oberflächenentstaubung setzt direkt an der Oberfläche an und entfernt Partikel durch definierten, kontrollierten Kontakt. Im Gegensatz zu Verfahren, die Partikel lediglich verdrängen oder aufwirbeln, werden Verunreinigungen mechanisch aufgenommen und aus dem Prozess entfernt.
Durch die Platzierung unmittelbar vor dem Druckwerk wird sichergestellt, dass das Material in einem sauberen, definierten Zustand in den Druckprozess einläuft. Dies erhöht die Prozessstabilität und reduziert das Risiko druckbedingter Qualitätsabweichungen.
Positionierung im Druckprozess
Die berührende Oberflächenentstaubung wird typischerweise unmittelbar vor dem Druckwerk eingesetzt, um sicherzustellen, dass zwischen Reinigung und Druck keine erneute Kontamination stattfindet.
Beitrag zur technischen Sauberkeit im Druckprozess
Technische Sauberkeit beschreibt den Zustand definierter Partikelfreiheit als Voraussetzung für stabile industrielle Prozesse. Im Druckprozess ist sie ein entscheidender Faktor für reproduzierbare Ergebnisse und gleichbleibende Produktqualität.
Die berührende Oberflächenentstaubung trägt zur Umsetzung technischer Sauberkeit bei, indem sie:
haftende Partikel zuverlässig entfernt
eine definierte Ausgangssituation vor dem Druck schafft
Schwankungen im Druckergebnis reduziert
stabile Prozessbedingungen unterstützt
Damit bildet sie einen wichtigen Baustein für qualitätsgesicherte Druckprozesse.
Abgrenzung zu berührungslosen Reinigungsverfahren
Berührungslose Reinigungsverfahren wie Druckluft- oder CO₂-basierte Systeme eignen sich insbesondere für empfindliche Oberflächen oder spezielle Verschmutzungen. In vielen Druckanwendungen stoßen sie jedoch an Grenzen, wenn Partikel stark anhaften oder reproduzierbare Reinigungsergebnisse gefordert sind.
Die berührende Oberflächenentstaubung ergänzt berührungslose Verfahren sinnvoll und bietet Vorteile insbesondere dort, wo:
definierte Sauberkeitsanforderungen bestehen
hohe Druckqualität gefordert ist
kontinuierliche Prozesse stabil gehalten werden müssen
Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt stets von Material, Verschmutzungsart und Prozessziel ab.
Berührungslose Reinigungsverfahren, wie die berührungslose Oberflächenentstaubung, eignen sich insbesondere für empfindliche oder strukturierte Oberflächen.
Einsatz in kontinuierlichen Druckprozessen
In kontinuierlichen Druckprozessen mit hohen Geschwindigkeiten und langen Laufzeiten ist eine konstante Oberflächenqualität entscheidend. Schwankungen in der Reinigung führen unmittelbar zu Qualitätseinbußen oder Prozessunterbrechungen.
Die berührende Oberflächenentstaubung ermöglicht eine gleichbleibende Reinigungsleistung über den gesamten Produktionszeitraum und unterstützt damit stabile Druckprozesse mit hohen Qualitätsanforderungen.
Die Wirksamkeit berührender Reinigung hängt stark von Bauteilgeometrie, Oberflächenbeschaffenheit und Prozessführung ab. Schnick Systemtechnik bewertet diese Einflussfaktoren anwendungsbezogen und integriert Reinigungslösungen gezielt in bestehende Prozesse.
Einordnung und Weiterführung
Die berührende Oberflächenentstaubung vor dem Druck ist ein bewährtes Verfahren, um Partikel gezielt zu entfernen und die Voraussetzungen für hochwertige Druckergebnisse zu schaffen. Sie lässt sich flexibel in bestehende Drucklinien integrieren und bildet die Grundlage für eine zuverlässige Umsetzung technischer Sauberkeit im Druckprozess.
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